Gezielt auf Ostseeleoparden an den Wracks.  

In den Sommermonaten ist es oft schwierig sich den einen oder anderen Dorsch zu fangen. Die großen Schwärme sind durch die vielen Kutter und ihre Schleppnetze in viele kleine Trupps zerteilt und es ist nur eine gezielte Angelei möglich. Da ich keine lust habe die Fische stundenlang zu suchen (was bei den Spritpreise heutzutage sehr teuer ist ) nutze ich die Stellen die aufgrund ihrer Verhältnisse für die Kutter nur schwer zu befischen sind. Die Rede ist von den unzähligen Wracks in der Ostsee um Fehmarns Küste. Die oft aufstehenden Bauteile sind ein graus für jeden Fischer. An manchen Wracks hängen noch große Teile angerissener Netze, die jetzt bewachsen mit Seenelken ein herliches Bild abgeben. Mit dem Schmuck den die Angler hinterlassen bekommt man schon Weihnachtliche Gefühle. Aus diesem Grund sind die Angler auch nicht sonderlich beliebt bei den Tauchern, die bei ihren Ausflügen oft in den Schnuren hängen bleiben. Also vorsicht ! Was sich ein Wrack gegriffen hat läßt es nicht so einfach wieder los. Aber es lohnt sich! Denn hier stehen oft noch die ganz großen. Nicht diese Laichkälber die von manchen Anglern in der Laichzeit erbeutet werden, sondern die Muskelpakete lang und Schlank mit richtig Power, die den Köder auch voll genommen haben.

Die besten Erfahrungen habe ich mit den Gummifisch oder der Dropshot Montage gemacht. Mit der Pilker / Jig kombi oder nur Pilker bin ich bisher immer schlechter gefahren. Oft stehen die Fische in kleinen Gumpen zusammen sodas auch Fänge in guten Stückzahlen möglich sind.Wichtig ist das zumindest ein bischen Strömung geht. Ohne Ströhmung wird es doppelt schwer. Nicht alle Wracks stehen aufrecht im Wasser, manche liegen oder sind schon halb versandet.Also immer ein Auge auf das Echolot. Ich lasse mich erst einmal über das Wrack treiben bevor ich die Köder runterlasse. Oft sieht man die Fische auf dem Echolot. Die Bisse kommen unmittelbar hinter dem Wrack und sind sehr hart. Eine Rute fische ich immer aktiv die andere lasse ich einfach baumeln mit einem Endblei und einer Sollbruchstelle aus 0,25 mm Mono - Schnur. Wenn die Dorsche am Wrack sind geht der Rest von selbst und die Kiste füllt sich. Viel Spass dabei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wrackdaten Angabe in WGS 84  

  1. Falke / BUR 5 Maße 14 x 5 mtr. in tiefe 16/20 mtr. kleiner Holzfischkutter gesunken ca. 1996 , steht aufrecht, Position 54°15,22N  11°18,04 E
  2. Anneliese Maße  15 x 6 mtr. in tiefe 20/22 mtr. Deutscher Fischkutter gesunken ca. 1973 , steht aufrecht, Position 54°08,93N  11°14,32E
  3. Alegria  Maße ca. 25 x5 mtr. in tiefe 20 mtr. Motor Segeljacht gesunken 1976, steht aufrecht leichts schlagseite STB, Position 54°37,62N 11°01,76 E
  4. Lenskov  Maße 40 x 12 mtr. in tiefe 18/24 mtr. Dänischer Lastensegler gesunken unbekannt, seht aufrecht weitestgehend intakt, Position 54°28,075N 11°25,270E

 

 

Köderfarben;

Kaulbarsch, lila/schwarz, weiß, orange und natürlich alle rottöne.

Viel Spass und Erfolg beim testen.

 

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